BILDUNG, DIE BEFLÜGELT

Kambodschas Kinder haben einen schlechten Zugang zur Bildung

Kambodscha ist ein Land, das von drei Jahrzehnten Krieg und Unfrieden verwüstet worden ist. Generationen wuchsen auf, die nichts als ein Leben mit Krieg, Hungersnot, Tod, Krankheit und Verworfenheit kannten. Formale Ausbildung war fast zu einem totalen Stillstand gekommen; Millionen waren des Lesens und Schreibens unkundig und ungebildet. 1998 schätzten einige Statistiken die Alphabetisierungsrate in Kambodscha auf 35%; sie hatte sich auf ungefähr 70% im Jahre 2003 erhöht. Obwohl die Regierung versucht hat ein nationales Bildungswesen einzurichten, gibt es noch eine gewaltige Anzahl Kinder in Kambodscha ohne Zugang zu Grundausbildung.   
 
Es war vor dem Hintergrund einer unsicheren aber auch hoffnungsvollen Zukunft, dass eine Gruppe von sieben Kambodschanern, entschlossen zur Entwicklung ihrer eigenen Gemeinde beizutragen, zusammenkam, um die kambodschanische Organisation für Forschung, Entwicklung und Ausbildung (CORDE) zu bilden, die im Jahr 1994 eingerichtet wurde als „eine private, gemeinnützige und unpolitische ehrenamtliche Entwicklungsorganisation, die an dem Prozess gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels und der Verbesserung der Qualität von menschlichem Leben und des Wohlergehens von Individuen, Familien und Gemeinden beteiligt ist, Prinzipien der menschlichen Ehre und Würde aufrechterhält durch die Bereitstellung von durchführbaren und nachhaltigen Projekten, die ihre Kapazitäten und Fähigkeiten verbessern werden, die dadurch den Grad der Teilnahme erhöhen, der eine Ermächtigung zur Folge hat, die eine langfristig anhaltende Wirkung hat“.  
 
Es war zu diesem Zweck, dass CORDE seine ersten Aktivitäten begann, Kindern und Jugendlichen nonformale Ausbildung anzubieten.  Die Ineffizienz des formalen Bildungswesens in Kambodscha ließ viele Wünsche offen.  Die meisten Kinder besuchten keine Schule. CORDE initiierte nonformale Ausbildungsklassen, die Sprachunterricht und andere akademische Themen umfassten.  Für einen großen Prozentsatz der Studenten, die aus armen Familien stammten, waren die Klassen, die von CORDE durchgeführt wurden, ihre einzige Ausbildungsmöglichkeit.  
 
Die meisten von CORDE 's ersten Initiativen konzentrierten sich auf die Provinz von Battambang, im Nordwesten Kambodschas.  Begeisterte Ehrenamtliche versammelten Kinder aus ihren Dörfern, um tägliche Tutorenkurse zu halten, die alle mindestens zwei Stunden dauerten, mit wenigstens 20 Studenten.  Mehr Klassen wurden begonnen, als mehr Lehrer hervortraten, um zu helfen.  Unterricht wurde in allen zur Verfügung stehenden Plätzen gehalten, seien es die Wohnungen der Lehrer, auf dem Marktplatz oder unter den Bäumen.  Als die Anzahl der Klassen zunahm, und die Anzahl der Studenten sich vervielfachte, fing CORDE ein systematisches Ausbildungsprogramm für seine Lehrer an, um sicherzustellen, dass die Qualität und der Inhalt des Unterrichts sich ständig verbessern würden, und um eine Beobachtung zu ermöglichen.  CORDE bietet auch pädagogische Programme für Junioren und Erwachsene an.